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Mittwoch, 27. Mai 2026 00:00:00 Kultur News
Aktualisiert: Vor 3 Min.
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Trotz Gigantismus und Protzerei - Metallica gelingt der Balanceakt zwischen Maintream und Gegen-Kultur.

Das Debütalbum der vier jungen Bündner Musiker «Rise of the Phoenix» ist Hommage an Led Zeppelin, Queen und die grossen Stadionrock-Zeiten. Die wahre Stärke der Band zeigt sich live auf der Bühne: Am Samstag ist Reviväl bei «Musig uf de Gass» zu hören.

Der Festivalsommer 2026 in der Schweiz bringt viele bekannte Acts auf die Bühnen, bleibt bei den ganz grossen internationalen Popstars aber zurückhaltend. Wer Top-Headliner sehen will, muss ins nahe Ausland ausweichen.

Wer hat was mit wem gemacht? Im Popkultur-Ticker halten wir Sie up to date.

In unserem Kultur-Ticker informieren wir Sie laufend über Neuigkeiten von Kunstschaffenden und Kulturbetrieben aus der Ostschweiz.

Kaum ein Animationsfilm kommt noch ohne Starpower aus. «Toy Story 5» geht noch einen Schritt weiter und setzt auf einen Promi in einer absurden Rolle. Doch braucht es das wirklich?

Die finanziellen Engpässe beim grössten Tourneetheater der Schweiz zwingen das Unternehmen zur Absage von 17 Veranstaltungen in Luzern und St. Gallen. Das müssen Sie jetzt wissen.

Dass es Promi-Kinder in Hollywood einfacher haben, ist nichts Neues. Ebenso wenig, dass es in «Euphoria» Nacktszenen gibt. Trotzdem führt beides nun zu einer Überraschung.

Für den international renommierten Vorarlberger Schriftsteller ist klar, dass Literatur das Leben verändert: Seine Lieblingsbücher haben es ihm selbst bewiesen. Im Gespräch erzählt er, wovor ihn seine Mutter gewarnt hat und welche Figuren ihn früh fasziniert haben.

Zürichs Ballettchefin Cathy Marston choreografiert Sergej Prokofjews Ballettklassiker «Romeo und Julia».

Dem 66-jährigen französischen Sänger Patrick Bruel wird sexualisierte Gewalt vorgeworfen. Bruel weist alle Anschuldigungen zurück.

Rollins erlebte und prägte die Blütezeit des Jazz. Dank selbstauferlegten Pausen erfand er sich immer wieder neu.

1986 wurde in St.Gallen die Frauenbibliothek Wyborada eröffnet. Mitgründerin Ruth Erat und Autorin Laura Vogt sprechen über Gleichstellung, Care-Arbeit und die Frage, warum Orte wie die «Wyborada» für feministische Debatten im Zeitalter von KI und Autokratie wichtiger denn je sind.

Der Kontakt zwischen Publikum und Musizierenden war in Warth am Pfingstwochenende auf Augenhöhe. Stille und Rückzug in spannende musikalische Erlebniswelten unterstrich Reto Bieri als Intendant mit spürbarer Intensität.

Das Kunstmuseum Thurgau zeigt mit der Ausstellung «An die Kunst glauben», wie weit der Begriff des Glaubens gefasst werden kann. In einer stimmigen Gesamtschau sind sowohl Werke aus der Sammlung als auch zusätzliche Arbeiten zu sehen.

Ein Tag, fünf Locations, 18 Bands: Das ist die Formel für das erste El Cartel Fest in St.Gallen am Samstag. Das dreiköpfige Organisationsteam will der Ostschweizer Punkszene neues Leben einhauchen.

Wer die alten Krimikomödien um Inspektor Clouseau liebt, kommt in der Lokremise auf seine Rechnung. Javier Rodríguez Cobos, als Choreograf eng verbunden mit dem Theater St.Gallen, präsentiert mit «The Pink Panther» eine ebenso witzige wie hintergründige Hommage an Kunstraub und Tanzkunst.

Die St.Galler Architekturhistorikerin Nina Keel stellt in ihrer soeben erschienen Publikation das Schaffen von Architektinnen aus der Ostschweiz von 1900 bis heute vor. Und präsentiert darin ein Manifest für mehr Frauen im Architektinnenberuf.

Yoga, Meditation, Achtsamkeit – und trotzdem schlecht gelaunt? Das Negative verstellt den Blick auf die Welt. Das liegt an einem griesgrämigen deutschen Philosophen. Doch es gibt einen Ausweg.

Der Schweizer Schriftsteller hat sein bisher persönlichstes Buch geschrieben. Es geht um seine Mutter, die hinnahm, dass er als 15-Jähriger auf der Strasse landete. Ein Gespräch über Mutterbilder, Armut und Überlebenswillen.

Alte Frau pflegt Storch. Dieser Dokumentarfilm aus dem Iran erzählt noch sehr viel mehr, aber weder von Krieg noch von Unterdrückung. Zu sehen am vierten Bergwelten-Filmfestival, vom 3. bis zum 7. Juni in Stans.

Am bekanntesten Filmfestival der Welt zeigten sich Überlastung, strukturelle Erschöpfung und eine Industrie im Umbruch.

Der erste Star-Wars-Film seit sieben Jahren verärgert niemanden. Genau darin liegt das Problem von «The Mandalorian and Grogu».

Der Jahrhundert-Musiker Miles Davis erfand den Jazz alle paar Jahre neu und inspirierte Popmusiker wie Prince, David Bowie und Lady Gaga.

Zwei junge Frauen aus Bern rappen Zeilen, bei denen sich Zartbesaiteten die Nägel aufrollen. Dahinter steckt jedoch mehr als nur Provokation.

Oberhalb von Engelberg wagt ein junges Team ein Experiment: Rockmusik direkt auf der Alpwiese. Minimale Infrastruktur, maximale Natur. Die zwei Luzerner Brüder hinter dem neuen Festival Jardin Bizarre über ihren Plan, im Nirgendwo zu pogen.

Ein neues Buch stürmt die sozialen Netzwerke. Mit ihrem Debüt «Yesteryear» erreicht die US-amerikanische Autorin Claire Caro Burke hunderttausende Menschen. Der Hype hat klare Gründe.

Niemand weiss genau, wer sie ist. Es kursieren viele Spekulationen, wer sich hinter der italienischen Schriftstellerin mit dem Pseudonym Elena Ferrante verbirgt. Nun erzählt sie selbst, wie sie zur Literatur fand.

Alle reden über Deep Fakes. Der amerikanische Starautor Ben Lerner schreibt über digitale Wirklichkeiten und die Flucht vor dem Hier und Jetzt.

Der szenische Liederabend «Baden gehen 2» unterhält wieder bestens, kämpft aber auch etwas mit den Problemen einer Fortsetzung.

Das Opernhaus Zürich zeigt Berliozs «La Damnation de Faust»:  meisterhaft interpretiert - und mit einer überraschenden Parallele zu «Two and a half men».

Der Zürcher Regisseur und das Theater Hora stellen als neu gegründete GmbH die Gegenwart auf den Prüfstand. Und machen rätselhafte Andeutungen.

Für den populärsten zeitgenössischen Künstler wird die Luft dünn. Kann er seinen Marktwert halten, obwohl er aufgeflogen ist?

Oliver Baer lebte den Traum vom erfolgreichen Fotografen. Hinter der Fassade verbarg sich eine 15-jährige Alkoholsucht. Heute spricht er darüber, warum Kreativität für ihn zur Gefahr wurde.

Ein Pool mit Urin, eine Nackte, die als Klöppel eine Glocke schlägt: Die Biennale di Venzia eröffnet am Wochenende. Doch wozu ist eine nationale Leistungsschau der Kunst eigentlich noch gut?

Stefanie Heinzmann wird neue Gastgeberin von «Sing meinen Song – das Schweizer Tauschkonzert». Die Walliser Sängerin übernimmt auf 3+ die Nachfolge von Dodo.

Als Guy Parmelin nach Belgrad reist, schmückt sich die serbische Hauptstadt mit Schweizerkreuzen. Doch hinter den Bildern des Staatsbesuchs liegt ein Land voller Proteste, Einschüchterung und ungelöster Geschichte.

Mit 17 Prozent Marktanteil ist die neue Frauen-Comedy «Fun Fatale» nicht schlechter als «Late Night Switzerland» beim Sendestart 2024.  Trotzdem muss sich dringend etwas ändern.

Das Filmfest in Cannes feiert Empathie im Kino: Cristian Mungiu gewinnt mit seinem vielschichtigen Drama «Fjord» die Goldene Palme. Auch die deutsche Regisseurin Valeska Grisebach holt einen Preis.

Diese epochalen Alben des Jahrhundert-Musikers müssen Sie kennen.

Die Serie «Haus des Geldes» geht in die nächste Runde. Mit «Berlin und die Dame mit dem Hermelin» meldet sich eine der erfolgreichsten Netflix-Produktionen überhaupt zurück. Das taugt sie.

Präsident Emmanuel Macron gibt die Pläne für die Sanierung des Louvre bekannt, doch die Fragezeichen mehren sich.

Die jüngste Auktion bei Tiffany in New York entlarvt den Hype um den britischen Street-Art-Guerilleros als Farce.

In den Fünziger- und Sechzigerjahren mussten «gefallene Mädchen» in der Fabrik des Waffenindustriellen Emil Bührle in Dietfurt Zwangsarbeit leisten. Das Chössi-Theater in Lichtensteig bringt den Stoff als Eigenproduktion auf die Bühne. Regie führt der Toggenburger Simon Keller.

Jedem Star seine eigene Netflix-Doku? Könnte man meinen. Und oft wird die Vergangenheit kräftig mit dem Weichzeichner bearbeitet. Doch Kylie Minogue überrascht in mehr als einer Hinsicht.

Den Mix aus zeitgenössischer und klassischer Musik hat das Publikum der Ittinger Pfingstkonzerte stets goutiert. Der ehemalige Procurator der Kartause, Kurt Schmid, und Konzertagent Jürg Hochuli erinnern sich an drei Jahrzehnte kultureller Erfolgsgeschichte.

Früher dachte ich, Hollywood-Frauen wie Jennifer Lopez seien einfach besessen davon, jung zu bleiben. Mit 37 merke ich: Unrecht hat sie nicht. Die Alterserscheinungen sind da und ich muss etwas dagegen tun.

Der Sänger schaut zurück auf eine unvergleichliche Karriere und kündigt den Abgang auf Raten an. «Trink aus, wir müssen gehen», heisst das letzte reguläre Album der Toten Hosen.

Lange galt es als «Frauenthema» – doch plötzlich fallen immer mehr Promi-Männer mit «neuem Gesicht» auf. Und auch sie werden verurteilt. Ist das ausgleichende Gerechtigkeit?

Der grosse Schauspieler für die kleinen Rollen war zeitlebens knapp bei Kasse. Jetzt erlebt Max Rüdlinger eine Filmpremiere, mit der er gar nicht mehr gerechnet hat.

Über 600 Filmschaffende warnen vor dem rechten Milliardär Vincent Bolloré, einem der wichtigsten Geldgeber des französischen Films. Inzwischen hat Bolloré scharf zurückgeschossen.

Bruno Bischofbergers Sammelleidenschaft war breit. Besonders schlug sein Herz für die appenzellische Volkskunst. Aus finanziellen Gründen musste er diese Sammlung verkaufen. Sie fand Eingang in das 1987 gegründete Appenzeller Volkskundemuseum in Stein. Am 9. Mai ist der engagierte Sammler gestorben.

Der israelische Sänger Noam Bettan ist mit seinem Song «Michelle» auf Platz 2 gewählt worden. Der Erfolg hat System.

Kochshow für Diktatoren, verlorene Jungfräulichkeit und das dunkle Loch der enttäuschten Fantasien - die dritte Folge «Fun Fatale» war wieder mehr bunter Kabarett-Blumenstrauss als eine richtige Show.

Er ist ein Urgestein der deutschen Musik: politisch und trotzdem verträumt. Udo Lindenberg geht mit der Zeit und bleibt doch seit eh und je derselbe.

Vikingur Ólafsson zeigt, wie nah sich Bach, Beethoven und Schubert sind. Aber müssen sie auch alle gleich klingen?

Víkingur Ólafsson holt fürs Satelliten-Festival grosse Klassik-Köpfe nach Luzern. Der Mix aus Gegenwart, nordischer Volksmusik und Bach ist stärker mit dem Lucerne Festival-Sommer verzahnt als bisher.

Jean-Jacques Rousseaus Menschenbild prägte die Moderne. Für Elon Musk ist jedoch genau darin der Ursprung einer ideologischen Fehlentwicklung des Westens zu finden.

Das Leben findet lokal statt, ist unser Gastautor, der Philosoph und Publizist Ludwig Hasler, überzeugt. Denn hier können wir etwas bewirken und müssen nicht vor Ohnmacht erstarren.

«Bangaranga» der Sängerin Dara setzt sich im Finale durch und gewinnt zum ersten Mal für Bulgarien. Der ESC will wieder Party.

Das war es schon wieder mit dem Eurovision Song Contest 2026. Eine Woche voller Musik - auch etwas Krach – und eine Flut an Memes in den sozialen Medien. Wir lassen diese mal so stehen. Viel Spass und bis 2027!

Der 70. Eurovision Song Contest stieg in Wien – ohne die Schweiz, die im Halbfinale rausflog. Das Finale zum Nachlesen.

Kurt Cobain, die Beatles oder Hemingway schufen ihre grössten Werke im Drogenrausch. Heute zeigen viele Künstler einen kritischen Umgang mit Alkohol. Ist der Konsum in der Kunst passé?

Die libanesische Künstlerin Caline Aoun bespielt in Appenzell sowohl Kunsthalle als auch Kunstmuseum. Entstanden ist eine sinnliche Ausstellung über Transformation, Vergänglichkeit und die fragile Grenze zwischen Natur und Technologie.

Zwischen Lästern, Mitfiebern und Staunen bringt der ESC noch immer Menschen zusammen – und schafft Momente, die bleiben. Vielleicht ist es genau das, warum ich ihn seit über dreissig Jahren feiere. Und wohl auch noch lange tun werde.

Sie ist ein Vorbild für Generationen von Journalisten: Reporterin Margrit Sprecher erzählt, wie sie Mächtige entlarvt, welche Frage sie Trump stellen würde – und was die Haut jünger hält als jede Creme.

Die letzten zwei Jahre galt Drake vor allem als Verlierer im Künstlerstreit gegen Kendrick Lamar. Mit über 40 Songs wagt er jetzt ein Comeback.

Nach Kritik am Klangbild von «Così fan tutte» verteidigen der Musiktheaterleiter und der zuständige Tontechniker die elektronische Akustikanlage des Hauses – und verweisen auf unterschiedliche Inszenierungen und Geschmäcker.

Der Auftritt von Veronica Fusaro war gut, trotzdem hat es ihr Song «Alice» nicht ins Finale des Eurovison Song Contest geschafft.

Pflanzen reagieren auf Hummeln, welche die Zeit der Blüte beeinflussen. Diesem Mechanismus ist man auf der Spur. Ein Schweizer Dok-Film erzählt davon, der diese Woche im Kino startet.

Skurril, skurriler, Eurovision Song Contest. Wir haben für Sie die fragwürdigsten, verrücktesten oder manchmal auch freizügigsten Outfits herausgepickt und wollen Ihr ESC-Wissen testen. Viel Spass – und nicht schummeln!

Zwischen Kirchenchor und Clubnacht entsteht in Lagos eine Musik, die die Weltcharts erobert – und junge Musiker wie Asake an die Spitze bringt.

Im Format «Bühnenradar» tragen wir die Bühnenhighlights für Sie zusammen – zuverlässig, jeden Monat. Wer wissen will, wo das beste Musical läuft, das Kleinod aus der Kleinkunst zu finden ist oder der nächste Theater- und Opernknüller wartet, ist hier richtig.

Der deutsche Satiriker und Internetstar Sebastian Hotz arbeitet sich an TV-Urgesteinen ab. Er hätte besser einen Roman über seine eigene schillernde Rolle im Medienbetrieb geschrieben.

Das 79. Filmfest in Cannes ist eröffnet und somit wuseln auch die Stars über den roten Teppich. Das gab es da zu sehen.

Die ersten Tickets für das ESC-Finale in Wien wurden vergeben. Unter anderem setzten sich im Halbfinale vom Dienstag die Favoriten aus Finnland und Griechenland durch. Trotz aller Kritik schaffte es auch Israel ins Finale.

Die Luzerner Dokfilmerin Ursula Brunner begleitet Andrea Capella bei der Arbeit. Für die Sozialen Dienste der Stadt Luzern steht er Leuten beim Räumen bei, denen es an Unterstützung fehlt. Ein zutiefst menschlicher Film.

Er wurde über Nacht zum Teenie-Idol, prägte eine globale Popkultur-Ära – und hat sich konsequent von diesem Bild entfernt. Zum Geburtstag von Robert Pattinson.

Alle hoch gehandelten Songs haben sich fürs Finale qualifiziert. Israel brillierte ohne Störmanöver. Der erste Halbfinal in Wien bot sonst kaum Überraschungen.

Die neuesten Meldungen.

Rüstungsfirmen verdienen Milliarden, Rheinmetall jagt von Rekord zu Rekord. Doch die Geschichte zeigt: Für die meisten Unternehmen ist Krieg kein Geschäft, sondern ein Desaster.

Der Papst spricht ex cathedra und äussert sich zur künstlichen Intelligenz. Ob er der Kirche damit einen Dienst erweist, ist fraglich. Und zum Problem der Technik hat Martin Heidegger vor siebzig Jahren schon das Wesentliche gesagt.

Sie singt seit mehr als vier Jahrzehnten auf allen wichtigen Bühnen, seit vierzehn Jahren ist sie Prinzipalin der Pfingstfestspiele. Nächste Woche wird Cecilia Bartoli sechzig – und feiert dies mit einem selbstironischen Spektakel.

Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat eine Anzeige von Ulmens Ex-Frau Collien Fernandes geprüft. Nun ermittelt sie gegen Ulmen wegen Körperverletzung in Zusammenhang mit häuslicher Gewalt.

Man nannte ihn nicht ohne Grund den «Saxophone Colossus». Sonny Rollins, dessen ambitionierte Musik stets frisch und zugänglich klang, hat als Saxofonist brilliert. Am Montag ist er 95-jährig gestorben.

Er ist schweizerisch-französischer Doppelbürger und pflegt sowohl das deutsche wie auch das französische Klavierrepertoire. Für beides ist er inzwischen Experte – ein immer noch seltener Fall von musikalischer Zweisprachigkeit.

Zürichs Ballettchefin Cathy Marston hat für ihre Version des berühmten Prokofjew-Balletts ein wenig an den «Stellschrauben des Stücks» gedreht, wie sie sagt. Das Ergebnis ist abwechselnd erhellend und irritierend.

Er hat mehrere Kapitel der Jazzgeschichte mitgeschrieben und zahlreiche junge Musiker gefördert. Aber der Trompeter Miles Davis, der vor hundert Jahren geboren wurde, hatte auch dunkle Seiten.

Seit Jahrzehnten schreibt Manfred Papst seine «Zugaben»: Kolumnen über Sprache, Bildung und die Lust am Abschweifen – leichtfüssig, kenntnisreich und fast immer gut gelaunt. Eine Auswahl dieser Texte liegt nun als Anthologie vor.

Auf einem Bauernhof im Zürcher Oberland leben Schweine, Ziegen, Pferde und Hunde, die vor dem Schlachthaus oder von der Strasse gerettet wurden. Gründerin Sarah Heiligtag glaubt an eine Landwirtschaft ohne Milch- und Fleischproduktion.

Tom Kummer, einst gefeierter und dann tief gefallener Popstar des Journalismus, sucht in seinem Roman nach einem Neuanfang. Besuch bei einem grössenwahnsinnigen und verletzten Mann.

Als Jurastudentin wurde Seyran Ateş Opfer eines Anschlags. Heute ist sie Anwältin und Imamin und steht unter permanentem Personenschutz. Ein Besuch an dem einzigen Ort, an dem sie sich sicher fühlt: in ihrer Wohnung in Berlin.

Die postmoderne Philosophie habe die Welt vergiftet, sagt ein französischer KI-Unternehmer und entschuldigt sich im Namen Frankreichs dafür. Tech-Tycoon Elon Musk klatscht Beifall.

Juliette Binoche und andere Filmschaffende haben vor dem Festival eine Petition gegen den rechten Medienunternehmer lanciert. Der droht mit Geldentzug. Nun schalten sich Politiker und die staatliche Medienaufsicht ein.

Seine konservativen Eltern warfen ihn einst aus dem Haus, weil er auf Männer steht. In Berlin fand der Visagist ein Paradies. Nun flüchtet er ein zweites Mal – zusammen mit seinem Mann, der es in seiner Heimatstadt auch nicht mehr aushält.

Ein Gespräch mit Derek W. Black, der auch uns Schweizer warnt. Er sagt: «Wenn die Schule kaputtgeht, gehen die USA kaputt».

Ein Gespräch über Machtnetzwerke von Männern, die Tücken der romantischen Liebe und den dringenden Aufruf, in einer hoch ideologisierten Zeit endlich zu den Fakten zurückzukehren.

Der Schweizer Schriftsteller Lukas Bärfuss hadert mit seiner bösen Mutter. Und macht das System für ihr Versagen mitverantwortlich. Er reiht sich damit in eine literarische Tradition ein.

Der Wettbewerb von Cannes bot dieses Jahr nur wenige formale Überraschungen. Seine stärksten Momente verdankte das Festival stattdessen den Darstellern.

Die Macht ist längst nicht mehr mit der Reihe: «The Mandalorian and Grogu» ist ein einfallsloses, infantiles Debakel.

Die Tochter des Aum-Sektenführers ist eine Überlebende der Todesstrafe: Am japanischen Filmfestival Ginmaku in Zürich gibt ihr ein Dokumentarfilm eine Stimme.

An der Croisette drehen sich dieses Jahr viele Produktionen ums Filmemachen. Betreibt die Branche Nabelschau?

Dieses Jahr ist etwas faul in Cannes: Die grossen Hollywood-Studios machen nicht mit, und Mark Zuckerbergs Meta drängt ins Rampenlicht. Beides hat miteinander zu tun, und es bedeutet nichts Gutes.

520 Millionen Kopfhörer wurden im Jahr 2025 weltweit verkauft. Sie machen dröge Tramfahrten zum Roadmovie und bauen eine mobile Komfortzone um ihre Träger. Die Frage ist nur: Wollen wir das?

Der Sänger von Queen hat immer wieder in Montreux gewohnt. Das lag zunächst an den Mountain Studios, in denen Queen die neuen Alben einspielte. Später wurde die Stadt am Lac Léman zum letzten Rückzugsort des erkrankten Rockstars.

Für den Filmregisseur ist das Berner Oberland ein Rückzugsort. Wegen eines weit zurückliegenden Missbrauchsfalls war er vor 15 Jahren Gefangener in seinem eigenen Chalet. Die Einheimischen lassen bis heute nichts auf den 92-Jährigen kommen.

Seit den sechziger Jahren lebte die amerikanische Schriftstellerin Patricia Highsmith in Europa. 1988 zog sie nach Tegna im Tessin. In ein Haus wie eine Festung, wo sie umgeben war von Katzen und Schnecken.

In Stampa wuchsen Alberto, Diego, Ottilia und Bruno Giacometti auf, wohlbehütet von der Mutter Annetta und gefördert vom Vater und Künstler Giovanni Giacometti. Im Nachbarsweiler Borgonovo fanden sie ihre letzte Ruhe. Doch wenig in dem kargen Bergtal verweist auf die berühmte Familie, wäre da nicht das Atelier, das erhalten blieb.

In der Idylle des Engadins, zwischen den Reichen und Mächtigen, fand der Regisseur Inspiration für seine schlimmsten Visionen.

Mit Werken wie «Déjeuner en fourrure» wird Meret Oppenheim eine der bekanntesten Surrealistinnen. Ihr Lieblingsort lag in einem Dorf im Tessin – wo sie sich manchmal wie der letzte zivilisierte Mensch fühlt und wo auch ein liebestoller Hermann Hesse verkehrt.

In Clarens entzündet der Komponist mit «Le sacre du printemps» einen Urknall der Moderne, in Morges erfindet er bei Brot und Wein mit Charles Ferdinand Ramuz die Oper neu. Dann aber lockt Coco Chanel den Ruhelosen aus dem Schweizer Exil nach Paris.

Sils Baselgia war für die letzten acht Jahre vor ihrem Tod der einzige Fixpunkt im unsteten Leben der Schriftstellerin Annemarie Schwarzenbach. Glücklich wurde sie auch hier nicht, aber sie war glücklicher als an jedem anderen Ort der Welt.

Was muss man gelesen, gesehen oder gehört haben - und was eher nicht?

Miles Davis’ 100. Geburtstag ist eine gute Gelegenheit, sich an das Grundprinzip des grossen Jazzmusikers zu erinnern: Stay cool!

Die mazedonisch-kanadische Sängerin ist ein Glücksfall für die Musik. Wenn sie auftritt, geht von ihr eine Unbedingtheit und Wahrhaftigkeit aus, die in Zeiten von Instagram und Tiktok selten ist. An der Zürcher Oper machte sie aus einer Nebenrolle die heimliche Hauptfigur.

Vor fünfzig Jahren sorgte der amerikanische Singer-Songwriter, der am 24. Mai seinen 85. Geburtstag feiert, für Aufsehen mit seiner «Rolling Thunder Revue», die ihn durch die USA führte.

Mit eingängigen Songs und einer herzerwärmenden Stimme hat die britische Diva in kurzer Zeit das europäische und das amerikanische Publikum erobert. Am Konzert im Zürcher Hallenstadion liess sie überdies ihren Charme spielen.

Pailletten, Federn, knappe Kleider – Cher war immer fast aggressiv schön. Man kann nicht für immer jung sein. Aber Cher kann für immer Cher bleiben. Ihr Leben in Bildern.

Literaturklassiker werden heute wieder beliebter – vor allem bei jungen Leserinnen und Lesern.

Die preisgekrönte Autorin schreibt über den Reiz des Aufbruchs und Fortgehens. Es sei eine Übung, mit Widersprüchen umzugehen.

«Die Zugabe»: Manfred Papst über einen Begriff, der ganz viel meint.

«Diese dumme, egoistische, verräterische, hurerische Schlampe», schreibt Lukas Bärfuss über seine Mutter. Aber sein Zorn gilt nicht ihr, sondern dem Mythos der Mutterfigur. Und der sozialen Kälte. Und der Schweiz.

Maxim Leos Roman «Einatmen. Ausatmen.» ist sprachlich lax und findet keine Haltung gegenüber dem diagnostischen Furor unserer Zeit.

Sucht man nach einem Cicerone in Sachen osteuropäischer Kultur, Literatur und Geschichte, führt kein Weg am Österreicher Karl-Markus Gauss vorbei. In seinem schmalen jüngsten Buch «Die Liebe kommt immer zu spät» hat er einmal mehr einen brillanten Auftritt.

Der Kunsthandel im Spitzensegment floriert: Für grosse Namen wie Brancusi, Rothko, Picasso und Richter werden astronomische Preise bezahlt.

Er ist einer der einflussreichsten Architekten des 20. Jahrhunderts. Mit seinen plastischen Bauten in Sichtbeton und den städtebaulichen Visionen schrieb Le Corbusier Architekturgeschichte und prägte Generationen.

Spektakulär an diesem Ort sind die hohen Kalksteinfelsen. Zahllose Maler haben sie festgehalten. Allen voran Claude Monet. Eine Ausstellung im Frankfurter Städel-Museum zeichnet diese Entwicklung vielschichtig und in spannungsvoller Inszenierung nach.

Ihre provokativen Performances machten die österreichische Aktionskünstlerin zur Pionierin der feministischen Kunst. Jetzt ist Valie Export in Wien im Alter von 85 Jahren gestorben.

Aus Weimar vertrieben, wo es 1919 gegründet wurde, migrierte das Bauhaus 1926 nach Dessau. Eine grosse Ausstellung feiert das 100-Jahre-Jubiläum.

Der Galerist Robert Mnuchin war ein Kunsthändler alter Schule. Nun wurde in New York seine Sammlung versteigert.

Stephan Balkenhol ist ein deutscher Bildhauer von Weltrang. Seine Skulpturen laden die Betrachter ein, über sich selbst nachzudenken. Für die NZZ hat er nun eine eigene Kunstedition geschaffen.

Esther Mathis ist in den letzten Jahren aufgefallen mit poetischen Werken, in denen oft physikalische Erkenntnisse mitschwingen. Für die NZZ hat sie nun die Farbtöne von Gewitterstürmen in ebenso reduzierten wie reizvollen Objekten gebannt.

Für Katharina Grosse kann alles zum Bildträger werden. Sie bemalt nicht nur Leinwände, sondern auch Wände, ganze Räume und Fassaden. Neuerdings nützt sie auch gebogenes und gewalztes Aluminiumblech als «Unterlage» für ihre genauso überlegte wie spontane Malerei in starken Farben.

Auf einem grossen Tisch liegen Materialmuster und Zeichnungen, rundherum wimmelt es von riesigen Leinwänden in leuchtenden und vibrierenden Farben, die teilweise noch auf ihre Fertigstellung warten. Wer das Studio von Renée Levi und ihrem Partner Marcel Schmid besucht, taucht augenblicklich in ein sinnliches künstlerisches Universum ein.

Das Berliner Theatertreffen ärgert dieses Jahr mit fürchterlichen Abstürzen. Dafür punktet es mit schauspielerischen Glanzleistungen. Und zum Schluss hat es eine Überraschung parat.

Der Schweizer Theatermacher Thom Luz hat den Jahrhundertroman von Cervantes für die Bühne bearbeitet: Am Theater Basel zeigt er die Abenteuer des berühmtesten Antihelden der Literatur als Opernpasticcio. Zu Deutsch: als Pastetchen.

Er nimmt das Erbe von Vorbildern wie Hermann Prey und Dietrich Fischer-Dieskau selbstbewusst an und gehört bereits selbst zu den führenden Liedsängern unserer Zeit. Das unterstreicht Konstantin Krimmel nun auch an den Jubiläumskonzerten der Schubertiade.

Die Tragödie von Crans-Montana sorgt in Italien für viel mediale Empörung. Der italienische Journalist Alessandro Politi war für die RAI vor Ort – und bekam im Wallis den Zorn der Einheimischen zu spüren.

Das Schweizer Fernsehen hat zwei neue Satireformate – mit und von Frauen gemacht. Was gut gemeint ist, entpuppt sich als positiver Sexismus.

Der Pionier des 24-Stunden-News-Formats prägte über Jahrzehnte, wie die Welt Informationen konsumiert: unterhaltsam vermittelt und emotional verpackt. Der Ex-Mann von Jane Fonda engagierte sich für die Umwelt und gab mit Skandalen zu reden.